Kompetenz:  Menschen mit Autismus

Für Menschen mit Autismus stellt der normale Alltag häufig eine extrem reizüberflutete, ungeordnete und chaotische Situation dar. Entsprechend reagieren Sie deshalb häufig mit sehr speziellem Verhalten:

  • Vermeiden von Blickkontakt
  • Vermeiden von Körperkontakt
  • Erwecken den Anschein, dass sie sich am wohlsten fühlen, wenn sie sich allein, mit immer gleichen Gegenständen
    beschäftigen (häufig mit wiederholenden stereotypen Bewegungen)
  • Fixierung auf spezielle Themen
  • Aussergewöhnliche Begabungen
  • keine verbale Kommunikation
  • bizarre Bewegungen
  • Schreien, wenn man sich mit ihnen beschäftigen möchte
  • Keine Angst vor realen Gefahren
  • Störungen bei der Nahrungsaufnahme
  • Verweigern von Veränderungen

Entsprechend fällt es Menschen mit Autismus schwer, die Abläufe des alltäglichen Lebens zu bewältigen. Unklare, ungeplante und wechselnde Situationen sowie Ablenkungen stellen eine Angstquelle dar und sind häufig Auslöser von Krisensituationen. In der Begleitung dieser Personen muss deshalb häufig der gesamte Tagesablauf detailliert geplant und strukturiert werden. Für diese Aufgaben benötigt das Personal im Roth-Haus spezielle Kompetenzen.
 
Als Hilfsmittel zur besseren Orientierung und Kommunikation nutzen wir im Roth-Haus die TEACCH-Methode und PECS.

Mit der TEACCH-Methode (Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped CHildren) wird der Alltag mit Hilfsmitteln so unterstützt und strukturiert, dass stets alle grundlegenden Fragen beantwortet sind: Was geschieht wann? Wo? Mit wem? Wie? Wie lange? Und was kommt nachher?

Die Gestaltung des Tagesablaufes mit TEACCH hilft angstauslösende Situationen zu vermeiden. TEACCH unterstützt die Flexibilität für neue Situationen, hilft Umweltreize besser zu verarbeiten und ermöglicht bessere allgemeine Handlungskompetenzen.

PECS

Menschen mit Autismus haben häufig nicht nur Defizite im sprachlichen Bereich, sie empfinden oft auch keine Notwendigkeit, mit anderen Menschen zu kommunizieren. PECS (Picture Exchange Communication System) ist eine Methode, mit welcher Menschen mit Autismus ermöglicht wird, Kommunikation mit Hilfe von Bildkarten oder realen Objekten selber zu initiieren. Durch die Übergabe von Bildkarten fällt es Menschen mit Autismus leichter, ihre Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen.

Im Roth-Haus stellen wir, wo sinnvoll, für den Klienten eine individuelle Auswahl von Bildkarten für seinen Tagesablauf zusammen. Alle Mitarbeiter kennen die Karten und wenden sie in der Begleitung kompetent an.
Das Personal im Roth-Haus ist geschult, beide Methoden (TEACCH und PECS) in der Begleitung von Menschen mit Autismus kompetent anzuwenden.

Damit bieten wir den Menschen mit Autismus im Roth-Haus eine bedürfnisgerechte Wohn- und Arbeitssituation an, in der sie sich gut orientieren und den Alltag möglichst selbständig bewältigen können.

Für weitere Informationen können Sie sich gern an uns wenden. Tel 056 675 70 40.